Käsefondue

Käsefondue

Käsefondue

Bei dem Käsefondue handelt es sich um eine Käsespezialität aus dem Schweizer Kanton Wallis, welche hauptsächlich aus geschmolzenem Käse (aus dem französischem: fondue= geschmolzen) besteht. Die Zubereitung eines Käsefondues ist in den unterschiedlichen Ländern sehr verschieden, wobei viel Raum für eigene Kreativität sowie für kulinarische Experimente bleibt. Inzwischen gilt die Bezeichnung Fondue auch für diverse andere Gerichte, bei denen Zutaten in gewisse Flüssigkeiten getaucht werden. So zum Beispiel Fett- und Schokoladenfondues.

Ursprung des Käsefondue

Das traditionelle Käsefondue hat seinen Ursprung in den Westalpen, der französischsprachigen Schweiz (Aostatal im Kanton Wallis und dem Piemont). Das ursprüngliche Rezept gilt bereits seit etlichen Jahrhunderten, wobei die exakte Herkunft weiter unklar ist. Käsefondue wird seit etwa Mitte der 1950er Jahre als Schweizer Nationalgericht angesehen.

Hier, innerhalb der weit abgelegenen Bergtäler, ist die Erfindung des Käsefondues leicht zu erklären: Almbewohner und Hirten (Sennen), die ohne direkte Verbindung zur Außenwelt ihren Käse und das Brot selbst produzieren mussten, stellten sich eine einfache und schnelle Mahlzeit her. Diese bestand aus dem eigenen Käse, welcher innerhalb eines Topfs geschmolzen wurde und älterem Brot. Diese wurde einfach in die weiche Käsemasse getunkt.

Andere Geschichten erzählen von Mönchen. Während der Fastenzeit durften sie keinerlei feste Nahrung aufnehmen, sodass der geschmolzene Käse eine gewitzte Art war, diese strenge Regel zu umgehen und ihren Hunger auf sehr schmackhafte Weise zu stillen. Wo das Käsefondue letztendlich erfunden wurde, ist nicht ganz geklärt. Sicher ist auf jeden Fall, dass die ersten Käsefondues im nordwestlichen Italien, Frankreich und dem Süden der Schweiz zubereitet wurden. Eine Region, die bodenständige Menschen hervorbringt, die es verstehen aus sehr einfachen Zutaten ein echtes Festmahl auf den Tisch zu bringen. Hierbei spielt stets die Geselligkeit bei der Zubereitung sowie beim Essen die wichtigste Rolle.

Somit ist das Walliser Käsefondue ein Gericht, welches durch lange Gespräche sowie gemütliches Zusammensitzen über mehrere Stunden zu einem idealen Abendessen an langen dunklen Herbst- und Winterabenden gemacht wird. Entscheidend für ein perfektes Käsefondue ist hauptsächlich der gewählte Käse. Prinzipiell lässt sich jeglicher Halbhart- oder Hartkäse verwenden. Das Wichtige dabei ist, dass der Käse gut durchgereift ist. Er sollte zudem ausgesprochen würzig sein, damit das Käsefondue nicht zu fade wird. Optimal ist zum Beispiel eine Grundkäse-Mischung von rezentem (pikant/herzhaft) Bergkäse mit Freiburger Vacherin oder Gruyère. Lesenswert ist hier auch unser klassischen Käsefondue Rezept.

Im Schweizer Raum wird das Käsefondue beziehungsweise das Chaasfondue ganz klassisch/traditionell im Chaquelon auf den Tisch gebracht. Hierbei handelt es sich um feuerfestes Fondue-Geschirr, welches oftmals in Handarbeit mit landestypischen Mustern versehen wird. Der Keramiktopf hat meistens einen Durchmesser von zwanzig Zentimetern sowie eine Höhe von zehn Zentimetern. Diese praktikable Größe eignet sich für eine lockere Runde von etwa vier bis sechs Personen.

 

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*